Die Nickel-Preise an der Londoner Metallbörse (LME) konnten sich nach dem G20-Gipfel in Japan und insbesondere nach den etwas versöhnlicheren, bilateralen Gesprächen zwischen USA und China in Sachen Handelskrieg wieder etwas erholen. Anfang der zweiten Juli-Woche schoss der Nickel-Kurs um fast 1.000 US$/t in die Höhe. Auch in der dritten Woche setzte sich die Erholung fort und erreichte zwischenzeitlich 13.600 US$/t. Ob die realwirtschaftlichen Daten dieses Niveau allerdings hergeben, wird man sehen. Neben der Ankündigung des amerikanischen Notenbankchefs, den Leitzins zu senken, kündigte Indonesien eine Wiedersetzung eines strikten Exportverbots für Nickel-Erze an.
Der indonesische Generaldirektor des Ministeriums für Energie und Bodenschätze teilte während einer Anhörung im Repräsentantenhaus mit, das Verbot könne ab 2022 in Kraft treten. Denn ab diesem Zeitpunkt sei Indonesien in der Lage, die Erze im Inland in NPI zu verarbeiten. Das Ministerium plant, ab dem Jahr 2022 über 41 Verarbeiter zu verfügen, darunter 22 Nickel-Hütten. Die Zielsetzung ist es, nach 2022 keine Nickel-Erze mehr, sondern vielmehr den Rohstoff NPI zu exportieren und damit eine höhere Wertschöpfung in Indonesien zu generieren.

 

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